EureleA

Der Europäische eLearning Award eureleA ist ein europaweit ausgeschriebener Wettbewerb, mit dem seit 2004 herausragende Beispiele für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien ausgezeichnet werden. In den ersten fünf Jahren seines Bestehens wurden beim eureleA mehr als 400 Projekte aus 21 Ländern begutachtet, und die Jury wählte daraus in jedem Jahr sechs Preisträger aus.

Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Unter den Einreichungen aus dem professionellen Umfeld, also Unternehmen, Verbände, öffentliche Verwaltungen oder Bildungseinrichtungen, wird jeweils ein Preis vergeben für die nachstehenden Dimensionen:

Spitzenleistung bei der Projektwirkung: Nachhaltigkeit, Reichweite in der Organisation sowie die Kosten/Nutzen-Relation werden dabei bewertet.

Spitzenleistung im Projektmanagement: Steuerung und Dokumentation des eLearning-Projektes, aber auch die Evaluation der Wirkung sowie die Übertragbarkeit auf andere Szenarien spielen hierbei die Hauptrolle.

Exzellenz in der Mediendidaktik: Appearance und Ästhetik, Multimedialität, Interaktivität sowie die Anpassung an die Zielgruppe sind hier die Kriterien.

Herausragende technische Umsetzung: Technische Innovation, die Einhaltung von Standards für Lernmodule und Anwendungen sowie Usability und Barrierefreiheit sind der Maßstab an dem die Projekteinreichungen gemessen werden.

Diese vier Dimensionen der Exzellenz beim eLearning werden zunächst an Hand von elektronisch eingereichten Unterlagen geprüft. Es kommt also darauf an, dass die Einreicher möglichst klar und knapp dokumentieren, worin sie für ihr Projekt die besonders gute Leistung in jeder dieser vier Dimensionen sehen.

Zusätzlich zu diesen vier Preisen wird noch ein Preis für das beste Projekt vergeben, das nicht aus dem professionellen Umfeld stammt – somit haben auch Newcomer eine Chance auf einen der begehrten Preise. Zur Bewertung dienen dabei auch wieder die gleichen Kriterien.

Der sechste eureleA geht in jedem Jahr an ein Projekt, das sich besonders um die öffentliche Diskussion um eLearning und seinen Einsatz verdient gemacht hat. Dies können journalistische Veröffentlichungen ebenso sein wie Studien, Handbücher, Blogs und Portale. Dabei erfolgt die Bewertung in den Dimensionen

Horizontale Reichweite: Ausbreitung unter den eLearning Professionals, Stellenwert in der Community

Vertikale Reichweite: Wechselwirkung der verschiedenen Nutzergruppen – kann auch ein Anfänger das Profiwissen nutzen?

Mediendidaktik: Textqualität und Bilder, ist die Wahl der Sprache an die Zielgruppe angepasst?

Wissens- und Recherchetiefe: Wie groß ist der Arbeitsaufwand für das eingereichte Projekt gewesen?

Aus den jeweils von mehreren fachkundigen Juroren bewerteten Einreichungen werden dann durch eine Senior Jury die drei oder vier besten Beispiele in jeder Dimension ausgiebig begutachtet und ein Sieger ermittelt, der bis zum Abend der Preisverleihung geheim bleibt.

Während sich bereits alle Teilnehmer der Finalrunde als sehr gute Projekte betrachten dürfen – eben als Finalisten eines europaweiten Wettbewerbes – gilt dies natürlich für die Sieger in besonderem Maße. Die ausgezeichneten Projekte dürfen sich fortan mit dem Titel “Best Practice in eLearning” schmücken und damit werben.

Die Organisation des eureleA erfolgt durch das ICE – Institute for Computers in Education an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Seit 2008 sind die Partner dabei die Deutsche Messe AG und die CeBIT.

Die Preisverleihung zum eureleA 2009 findet am 6. März 2009 ab 16:00h auf dem Stand des CeBIT Forum Learning & Knowledge Solutions in Messehalle 6 statt. Hierzu werden neben allen Finalisten auch prominente Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwartet.